Pate sein heißt....

26.09.2014 17:09
Ich biete mich dem Jugendlichen als Gesprächspartner und Vertrauensperson an und nehme seine Interessen wahr wo immer gewünscht, sinnvoll und möglich.
Ich bin weder Elternvertreter noch Familienhelfer – auch wenn ich erkenne, dass es dafür Bedarf gibt.
Ich arrangiere die Treffen mit dem Jugendlichen derart, dass es zu gemeinsamen Aktivitäten kommt. Dabei berücksichtige ich Neigungen und Vorlieben des Jugendlichen.
Ich suche bei den Treffen das Gespräch mit dem Jugendlichen vorzugsweise durch geschlossene Fragen – siehe „Hilfen für das Gespräch“ in dieser Infomappe. Dabei vermeide ich Problemdiskussionen, es sei denn, der Jugendliche wünscht eine solche Diskussion.
Ich vertrete und begründe meine Ansichten in unpathetischer beiläufiger Weise.
Ich ermutige den Jugendlichen, Verantwortung für sich und sein Handeln zu zeigen, z.B. durch


„Nein“ sagen

Freundschaften klären

Ausstieg aus bestimmten Gruppen

Verlässlichkeit im Umgang mit Menschen

Restriktiven Umgang mit Geld


Ich helfe dem Jugendlichen beim Erkennen persönlicher Stärken und Schwächen und ermutige ihn, sich konstruktiv mit Fehlern auseinander zu setzen und – bei Bedarf – ergänzende Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ich spreche – bei sich bietenden Anlässen – die Bedeutung des persönlichen Sozialverhaltens an, etwa


Akzeptieren der Eltern

Teilnahme an Klassenaktivitäten

Kompromisse schließen

Körperpflege

Umgangsformen Umgangston/Wortschatz


Ich biete dem Jugendlichen – wo immer sinnvoll – Hilfe an, oder vermittele Hilfe, etwa bei Schwierigkeiten im schulischen Bereich oder gegenüber Behörden.
Ich lenke das Interesse des Jugendlichen auf (für ihn) neue Gebiete, etwa Hobby und Sport und auf die Mitarbeit in Vereinen und anderen Gemeinschaften.
Ich lasse mich als Pate von meinen eigenen Erfahrungen und Ansichten und dem Wohl des Jugendlichen leiten. Wenn nötig, hole ich mir Rat und Hilfe von der pädagogischen Beraterin und den Mitgliedern der Lenkungsgruppe.